Ständig erschöpft mit Reizdarm, Migräne und Co? – Stoffwechselstörung HPU

Der folgende Beitrag über HPU ist ein Gastbeitrag von Sonja Schmitzer. Sie ist Dipl. Ing. (FH) für molekulare Biotechnologie und hat sich dem Thema HPU gewidmet. Ihre persönlichen Erfahrung mit der Stoffwechselstörung HPU teilt sie mit euch. Vielen Dank für diesen hilfreichen Einblick.



Ich war ungefähr sieben Jahre alt, als meine Ärzteodyssee begann. In diesen ersten Schuljahren waren Übelkeit und Bauschmerzen meine ständigen Begleiter. Auf dem Gymnasium gesellten sich zu meinen bestehenden Symptomen Migräne in Verbindung mit Sehausfällen und eine ständige Erschöpfung dazu. Ich erinnere mich auch noch gut an eine Schulexkursion, während der ich von meiner ersten Panikattacke überrollt wurde. In den darauffolgenden Monaten verschärften sich meine Probleme: Angst und Panik manifestierten sich und ich entwickelte eine Angststörung, die mein Leben zusätzlich immer mehr einschränkte.

 

Das Abitur verlangte noch einmal alles von mir, und so beendete ich meine Schullaufbahn mit zahlreichen belastenden Symptomen und in starker Erschöpfung. Daher beschloss ich, mich im Anschluss an das Abitur im städtischen Krankenhaus einmal gründlich untersuchen zu lassen. In diesen drei Tagen ließ ich unzählige Untersuchungen über mich ergehen - immer in der Hoffnung, endlich den Grund für all diese belastenden Symptome zu finden. Doch die Abschluss-Diagnose war ernüchternd: Stressbedingte Symptome, welche nicht auf körperliche Ursachen zurückzuführen seien, stand im Entlassungsbericht („psychisch bedingte somatoforme Beschwerden“). Die Untersuchungsergebnisse belegten keine Auffälligkeiten, da sich alle analysierten Werte im Normalbereich bewegten. Ich war verzweifelt.

Psychische Ursachen von Reizdarm und Migräne

Der Gedanke, dass meine Beschwerden auf eine psychische Ursache zurückzuführen sind, akzeptierte ich aufgrund von fehlender Literatur zu dieser Thematik erst einmal. Ich begann eine psychotherapeutische Behandlung gegen meine Ängste und Panikattacken und durchlief hierbei unterschiedliche Therapieformen. Ich verstand zwar nach und nach, wie Angst entsteht und was bei einer Panikattacke im Körper passiert, abwenden konnte ich beides jedoch nicht. 

Meine Ausbildung zur Lebensmittellaborantin

Immerhin verbesserte sich aber mein Zustand soweit, dass ich in der Lage war, eine Ausbildung als Lebensmittellaborantin in meiner Heimatstadt zu absolvieren. Im Anschluss entschied ich mich für ein Studium (Fach: molekulare Biotechnologie) in Berlin. Nach wie vor waren Übelkeit, Bauschmerzen, Erschöpfung, Migräne und Panikattacken meine ständigen Begleiter. Aufgrund meiner Beschwerden lernte ich, zu improvisieren. Für mich bedeutete dies beispielsweise, anstatt mit der U-Bahn zu fahren, den Roller zu nutzen, um zur Uni zu gelangen. Trotz der anhaltenden Symptome absolvierte ich zwei Auslandsemester in Australien und beendete mein Studium mit Bestnote. 

Mein Beruf in der Krebsforschung der Charité

Schließlich trat ich eine Stelle in der Kinderkrebsforschung der Charité an. Doch die Kombination aus dem Arbeitsdruck und einem wenig verständnisvollen Chef brachten mich schlussendlich dazu, die Familienplanung zunächst einmal vorzuziehen und Fachjournalismus zu studieren.

Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt

Auf eine übelkeitsreiche Schwangerschaft folgten die mit einem Säugling üblichen kurzen Nächte und das Hormonchaos nach der Entbindung. Eine fatale Kombination für mich. Meine körperlichen und psychischen Symptome verstärkten sich in dieser Zeit zunehmend und erreichten mit der Geburt meiner Tochter ihren (negativen) Höhepunkt.

Arbeit als freie Fachjournalistin

So vergingen die Jahre, ich arbeitete als freie Fachjournalistin. Eine Lösung für all meine körperlichen und psychischen Beschwerden hatte ich nach wie vor nicht gefunden. Im Gegenteil, es gesellten sich noch einige hinzu, wie zum Beispiel eine chronisch verstopfte Nase.

Hausarztwechsel und der erste HPU-Test

Der Umzug im Jahre 2016 in einen Vorort von Berlin und der damit verbundene Hausarztwechsel veränderten mein Leben allerdings schlagartig. Ich geriet an einen Arzt, der mir zu einem HPU-Test riet. Als Wissenschaftlerin habe ich mich bis dato mit vielen gesundheitlichen Themen auseinandergesetzt, jedoch noch nie etwas von der HPU gehört. 

Ist HPU eine Pseudokrankheit? 

Der Test fiel deutlich positiv aus. Sollte dies die Erklärung meiner jahrelangen Symptome sein? Die Literatur zu dieser Stoffwechselstörung war ernüchternd. Das Robert-Koch-Institut bezeichnete die HPU als sogenannte „Pseudoerkrankung ohne medizinische Evidenz“, was meine Skepsis noch deutlich verstärkte.

Besserung der HPU Symptome 

Der Mangel an Alternativen brachte mich dazu, die Therapie zu beginnen. So nahm ich all die erforderlichen Nahrungsergänzungsmittel zu mir, die HPUler aufgrund des falsch gefalteten Häms vermehrt ausscheiden und veränderte grundsätzlich meine Lebensgewohnheiten. Schon nach wenigen Monaten veränderte sich mein Leben drastisch.  All meine Symptome, mit denen ich mich Jahrzehnte herumgeschlagen habe, besserten sich innerhalb eines Jahres maßgeblich und ich bekam ein ganz neues Lebensgefühl. 

Aber was ist eine HPU überhaupt, wie entsteht sie und wie sollte man sein Leben gestalten, um damit gut leben zu können?

Die Abkürzung HPU steht für Hämopyrollaktamurie und bezeichnet eine Stoffwechsel- und Entgiftungsstörung. Schätzungen zu Folge leiden etwa 10 % der Frauen und 1 % der Männer weltweit an der Stoffwechselstörung HPU. Dabei speichern Betroffene mehr Umweltgifte im Organismus und reagieren auch empfindlicher auf diese als Menschen, die von dieser Stoffwechselstörung nicht betroffen sind. Aus diesem Grund sind sie auch anfälliger für chronische Infektionen und Krankheiten. 

Was läuft im Körper schief bei HPU? 

Zurückzuführen ist die HPU auf das Häm-Molekül, dass im Körper nicht richtig hergestellt wird. Da Häm an vielen wichtigen Vorgängen im Körper beteiligt ist, hat der Mangel weitreichende Konsequenzen. So werden bei einem Hämmangel zum Beispiel die Organe und Muskeln nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, unsere Nahrung wird nicht mehr adäquat in Energie umgewandelt und auch die Hormonbildung ist eingeschränkt.

Durch die Aufbaustörung von Häm kommt es neben einem Mangel an Häm auch zu einer Anhäufung toxischer Zwischenprodukte (fehlgebautes Häm), das der Körper wieder ausscheiden muss.

Dazu müssen die toxischen Zwischenprodukte mit Hilfe von B6, Zink und Mangan wasserlöslich gemacht, um über die Niere und dem Darm ausgeschieden zu werden. Diese Mikronährstoffe fehlen dem Organismus dementsprechend an vielen anderen Stellen. Allein Zink ist an über 300 Stoffwechselprozessen beteiligt, was das Ausmaß des Mangels im Körper erklärt.

HPU ist genetisch bedingt

Da die HPU genetisch bedingt ist, geht man davon aus, dass sie nicht heilbar ist. Man kann die Stoffwechselstörung allerdings gut mit einer Supplementation bestimmter Mikronährstoffe sowie einer Veränderung des Lebensstils behandeln. 

So kommt es neben der Einnahme von Mikronährstoffe wie B6, Zink und Mangan darauf an, Stress im Alltag zu vermeiden sowie die Ernährung anzupassen.

Basenüberschüssige Ernährung bei HPU 

HPUler profitieren von einer basenüberschüssigen Ernährung, da sie dem Körper dabei hilft, saure Giftstoffe auszuscheiden. Ungefähr 70-80% der Ernährung sollten dabei aus basischen Lebensmitteln bestehen und nur 20-30% sollten gesunde(!) saure Lebensmittel ausmachen. 

Verzehren wir also überwiegend säurebildende Nahrungsmittel, wie es in unseren Breitengraden häufig der Fall ist, können in unserem Körper zirkulierende Säuren nicht mehr neutralisiert werden. 

Meine Empfehlung: AHO Produkte bei HPU

AHO.BIO bietet Produkte an, die für HPU-Betroffene äußerst wertvoll sind. Alle Produkte von AHO verbindet die Eigenschaft, dass die Körner vor der Verarbeitung 36 - 60  Stunden gekeimt sind und dadurch die maximalen Nährwerte erreichen. 

Was passiert beim Keimprozess?

Durch das Keimen beginnt ein Ab-, Um- und Aufbauvorgang, der vorhandene Stoffe wie Stärke, Eiweiße, pflanzlichen Öle und andere Stoffe transformiert.

Der Unterschied von Getreidesprossen und Weißmehl

Die einzelnen Bestandteile der Nährstoffe werden dabei so umgewandelt, dass der Körper sie ohne größeren Energieaufwand direkt verwerten kann. Gegenüber Weißmehlprodukten haben die gekeimten Produkte von AHO.BIO den Vorteil, dass sie noch die wichtigen Ballaststoffe aus der Schale besitzen und somit ein Vielfaches an Mikronährstoffen bereitstellen können. 

Positive Wirkung von Ballaststoffen bei HPU

Insbesondere HPUler profitieren von Ballaststoffen aus der Nahrung, da sie ohnehin aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels eine träge Verdauung haben. Ballaststoffe erhöhen das Quellvolumen im Darm, fördern die Peristaltik und tragen somit zu einer besseren Verdauung bei.

Weniger Antinährstoffe durch den Keimprozess 

Die Keimung des Korns sorgt außerdem dafür, dass weniger Phytinsäure gebildet wird. Gerade in Vollkornprodukten ist der Anteil an Phytinsäure relativ hoch, was zur Folge hat, dass die Nährstoffe aus dem Vollkorn nicht vollständig vom Organismus aufgenommen werden können. Die Mineralien aus Vollkornprodukten sind nämlich an die Phytinsäure gebunden und passieren teilweise den Verdauungstrakt, ohne dass sie verwertet werden. 

Pestizidbelastung ist für HPUler problematisch

Zudem sind viele herkömmliche Produkte (massiv) mit Schwermetallen und Pestiziden belastet, was sich gerade für HPUler negativ auf deren Gesundheit auswirkt. So können sie gegenüber „Nicht-HPUlern“ schlechter entgiften und somit die Schwermetalle und Umweltgifte nicht adäquat ausscheiden.

Glutenfreie Produkte von AHO bei HPU 

Da den meisten HPUlern eine glutenfreie Ernährung sehr gut bekommt, empfehle ich insbesondere den gekeimten Sprossen Reis von AHO.BIO. Reis ist häufig mit Arsen belastet. Der Arsengehalt in im gekeimtem Bio-Vollkorn-Naturreis von AHO liegt mit ca. 0,055 mg/kg unter den Grenzwerten für Kleinkinder und ist somit für Schwangere, Säuglinge, Kinder und HPUler sehr zu empfehlen. Außerdem enthält er weniger Phytinsäure und jede Menge Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

Mehr Informationen über HPU

Wenn du weitere Informationen über die Stoffwechselstörung HPU suchst oder du das Gefühl hast, du könntest ebenfalls davon betroffen sein, dann besuche meine Website www.hpuandyou.de. Dort findest du neben vielen nützlichen Informationen über die HPU auch einen Fragebogen, den du ausfüllen kannst, um zu testen, ob ein HPU-Urintest für dich sinnvoll ist. 

1 Kommentar

  • Vielen lieben Dank für diesen sehr ausführlichen und hochinteressanten Artikel, ich beschäftige mich auf Grund eines Leaky Gut Syndrom schon länger mit dem Thema HPU. Auch ich kann den positiven Effekt durch das Ankeimen von Getreide, Sprossen, Hülsenfrüchten, Samen usw. nur bestätigen und jedem ans Herz legen. Ich kann mir nicht mehr vorstellen darauf zu verzichten, Ernährung hat einen ganz anderen Stellenwert bekommen, ich fühle mich unendlich wohl und genieße mein Essen voller Dankbarkeit mit Achtsamkeit. Danke an Aho.bio……das musste jetzt einfach mal gesagt werden 😉🥹

    Yvonne Rein

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