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Wie du einen Baum perfekt einpflanzt

Wie du einen Baum perfekt einpflanzt

In dieser Anleitung steht alles, damit du sofort selbst Hand anlegen und deinen ersten Baum pflanzen kannst. Wir unterteilen das Ganze in 6 einfache Schritte. Beachte: Wir geben allgemeine Tipps – keine spezifischen. Je nach Pflanzenart können die nötigen Schritte variieren. Für baumartspezifische Fragen kannst du am besten direkt bei der Gärtnerei oder der Baumschule nachfragen.

Schritt 1: Auswahl des Baums

Bei all den vielen Arten, die wir beim Pflanzen eines Baums zur Verfügung haben, kann die Auswahl schwer fallen. Wir möchten uns explizit für heimische Baumarten aussprechen, da sie nicht nur zu den klimatischen Bedingungen passen, sondern auch nicht invasiv auf andere Arten wirken. Beispiele hierfür sind Buche, Ahorn, Kastanie oder Obstbäume wie Kirschen, Apfel, Birne, Pflaume, Mirabelle oder Nussbäume wie Walnuss. Des Weiteren gilt zu beachten, welche Art von Boden im Garten herrscht. Je nach Beschaffenheit (eher sauer oder alkalisch, eher luftdurchlässig und sandig oder schwer und tonig) wachsen Bäume gut oder schlecht. Auch wichtig ist, ob der Standort von Sonne durchflutet oder eher halbschattig sein wird. All diese Faktoren sollten bei der Artenauswahl eine Rolle spielen. Natürlich sind die meisten von uns keine ExpertenInnen, deshalb ist es empfehlenswert, sich diese Tipps von jemandem der sich auskennt einzuholen. 

Schritt 2: Einpflanzen vorbereiten

Je nach Baumart ist die ideale Pflanzzeit unterschiedlich. Generell wird jedoch der Herbst zum Einpflanzen empfohlen, da der Boden nicht so trocken wie im Sommer ist. Außerdem hat das Bäumchen noch genug Zeit, seine Wurzeln vor dem frostigen Winter auszubreiten. Vor dem Einpflanzen sollten die meisten Bäume ordentlich Wasser bekommen. Ihr könnt sie tränken, indem ihr sie in einem Kübel mit Wasser über Nacht stehen lasst. 

Schritt 3: Pflanzgrube

Nachdem die passende Stelle gefunden worden ist, beginnt nun die eigentliche Arbeit. Mit Hilfe eines Spatens kann das Loch ausgehoben werden. Die Größe der Grube richtet sich nach der Pflanze. Pauschal lässt sich sagen, dass es etwa doppelt so groß sein sollte, wie der Wurzelballen. Dies schafft dem Baum Platz, um im wahrsten Sinne des Wortes Fuß Wurzel zu fassen. Die Tiefe des Lochs sollte etwa der Höhe des Kübels entsprechen, aus dem der Baum kommt. Nachdem dies geschafft ist, sollte die umliegende Erde (Grubensohle) ein wenig gelockert werden, damit keine Staunässe entsteht und die Wurzeln sich gut entwickeln können.

Bereits jetzt kann etwas Kompost in das Loch gegeben werden. Dieser ist äußerst nährstoffreich und wird euren Baum gut versorgen. Insbesondere Obstbäume brauchen viele Nährstoffe, weshalb ein guter Kompost von großer Relevanz für ein gutes Gedeihen der Pflanze ist. 

Es wird empfohlen, einen (oder ggf mehrere) Pfahl zur Stabilisierung im Boden zu verankern. Dies sollte unbedingt vor dem Einpflanzen des eigentlichen Baumes geschehen, da der nachträgliche Einschlug des Pfahls die Pflanze beschädigen kann. Der Holzpfahl sollte etwa eine Handbreit vom Stamm entfernt in die Erde gerammt werden. 

Schritt 4: Einpflanzen des Baumes

Nachdem der Baum von seinem “Gefängnis” des Kübels, Leinen oder sonstigem Wurzelschutz befreit wurde, kann er endlich in die Erde gesetzt werden. Mit einer Wasserwaage oder zumindest einem strengen Auge sollte geprüft werden, dass er einigermaßen gerade steht. Immerhin: so wie er gepflanzt wird, wird er die nächsten Jahre wachsen. Anschließend kann die Grube mit Erde und Kompost aufgeschüttet werden. Diese sollte ab und zu leicht fest geklopft (oder getreten) werden. Mit einem Gießrand (einer kleinen Mauer aus Erde um die Grube) kann nun die entstandene Mulde mit ordentlich Wasser gefüllt werden. Ist dies versickert, kann der Baum mit Rindenmulch vor Austrocknung und Frost geschützt werden.

Schritt 5: Baumstütze

Der Pfahl, den wir zusammen mit dem Baum “eingepflanzt” haben, wird nun mit dem Bäumchen verbunden. Dafür empfiehlt sich Kokos- oder Hanfstrick. Diese Stütze kann nach circa 3 Jahren entfernt werden – dann steht der Baum durch eigens verankerte Wurzeln sicher. 

Schritt 6: Pflege und Schnitt

Da beim (Um-)Pflanzen eines Baumes ein paar Wurzeln verloren gehen können, kann ein Ungleichgewicht zwischen Wurzel- und Blätterwerk entstehen. Dies hat zur Folge, dass der Baum nicht genügend Nährstoffe aufnehmen kann und er ggf. mit kleineren Blättern oder dem Absterben ganzer Äste reagiert. Um eben dies vorzubeugen, sollte ein Schnitt nach dem Einpflanzen erfolgen, wenn klar ist, dass Wurzeln beschädigt worden sind. Gedüngt wird am besten stets mit gutem Kompost, welcher beispielsweise mit Asche und Holzkohle vermengt worden ist. Eine Brennesseljauche (gesammelte Brennnesseln in einem Eimer, aufgefüllt mit Wasser, für etwa 1-2 Wochen gären lassen) kann den Baum resistenter machen. 

Der Planet sagt danke!

Hast du all dies getan, möchte ich dir zu deinem gepflanzten Baum gratulieren. Damit hast du nicht nur dir selbst, sondern auch allen anderen Bewohnern auf diesem Planeten etwas Gutes getan. Die Welt ist ein kleines Stück grüner und mehr Schadstoffe werden gebunden. Wenn wir also schon mal dabei sind… worauf wartet dein zweiter Baum?

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