6 Tipps für echte Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit – ein Thema das uns mehr denn je beschäftigt. Wir kommen kaum drum herum, uns damit auseinander zu setzen.  Doch woher stammt der neue Aufschrei? Es muss daran liegen, dass immer mehr Leute verstehen, dass wir unsere Biodiversität schützen müssen. Unsere Luft, unser Wasser, unsere Erde (die Doppelbedeutung ist hier absolut gewollt) – all das müssen wir sauberhalten, damit das Leben auf diesem Planeten heute und in Zukunft bestehen bleiben kann.. 

 

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Größen wie die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg oder ihr deutsches Pendant Luisa Neubauer geben der neuen Öko-Bewegung nun ein Gesicht. Sie sprechen aus, was sich viele andere nicht trauen. Glücklicherweise erkennen immer mehr Menschen, wie wichtig es ist, den eigenen Lebensstil so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Doch einhergehend mit der ansteigenden Zahl an UmweltschützerInnen, AktivistInnen und einem generell größeren Publikum aus allen Schichten der Gesellschaft, ist auch die Gier mancher, aus dieser Dedikation Profit zu schlagen. Mit klugen Marketingmethoden versuchen sie uns davon zu überzeugen, dass ihr Produkt besonders nachhaltig sei, sodass wir uns ein gutes Gewissen ankaufen können. Das bewusst “grüne” Darstellen von Produkten oder Prozessen wird auch “greenwashing” genannt und ist eine große Gefahr für alle, die wirklich etwas bewegen möchten.

Aus diesem Grund möchte AHO euch 6 Tipps für echte Nachhaltigkeit geben, bei denen ihr euch drauf verlassen könnt, dass ihr mit jedem Schritt etwas  Gutes für unseren Planeten tut. Los geht’s!


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1. Iss vegan!

Okay, das große Thema der veganen Ernährung muss hier einfach als erster und wichtigster Tipp stehen. Wieso? Es ist einer der wenigen Wege, um das Leben sofort um ein Vielfaches nachhaltiger zu gestalten. Wir essen durchschnittlich 3x pro Tag, somit hat unser Essverhalten eine große Auswirkung auf die Mitwelt. Wir können uns täglich für eine nachhaltige, tierfreundliche und gesunde Ernährung entscheiden – ohne Verzicht auf guten Geschmack oder gesundheitliche Einbußen. Dafür müssen wir einfach mal über den Tellerrand (haha) hinausschauen. Um das Ganze Geschwafel zu vermeiden, hier ein paar Fakten

1.1 Futter-Anbau und Kalorieneffizienz

In Deutschland werden über 60% der Ackerflächen allein für den Anbau von Viehfutter genutzt. Zur direkten Nahrungsmittelerzeugung werden hingegen nur knapp 21% verwendet. Sprich: die Aufzucht der Tiere ist deutlich ressourcenintensiver. Statt Futter für Tiere, könnten wir mehr Nahrung für Menschen anbauen. 

 

1.2 Methanausstoß bei der Rinderzucht

 Das berühmte Bild der pupsenden Kuh, die angeblich klimaschädlicher ist, als so manches Auto sorgt erstmal für ein Belächeln jener, die das behaupten. Schauen wir uns die Realität jedoch ein bisschen genauer an, merken wir: Rinder stoßen Methan in sehr großen Mengen aus. Dieses Gas ist in der Tat etwa 25x so klimaschädlich wie CO2. Bei circa einer Milliarde Kühe, die weltweit gezüchtet werden, ist der Einfluss riesig.

 

1.3 Abholzung der Wälder für Tierhaltung

Nicht nur für die Rinder, aber auch für Schweine, Hühner und alle anderen Tiere, die wir ihrer Freiheit berauben, brauchen wir Platz. Nicht nur, aber auch aus diesem Grund verschwindet minütlich (!) etwa eine Fläche von 30 Fußballfeldern im amazonischen Regenwald. Problem hierbei: Nicht nur unsere CO2 absorbierende Bäume verschwinden. Da ein ganzes Ökosystem zusammenbricht, verlieren unzählige Lebewesen ihren Lebensraum und die Biodiversität, die das Leben auf Erden im Gleichgewicht hält, geht verloren. 

 

1.4 Wasserverbrauch bei veganer Ernährung

Beim Wasserverbrauch gilt es zwischen zwei Dingen zu unterscheiden. Dem direkten Wasserverbrauch (zum Kochen, Duschen, etc) und dem indirekten (das Wasser, welches bei der Produktion eines bestimmten Produktes verwendet wird, der “Wasserfußabdruck”). Bei einer veganen Ernährung liegt der indirekte Verbrauch von Frischwasser bei einem viel geringeren Wert, als bei einer omnivoren Ernährungsweise. Die Erklärung ist einfach: es braucht bspw. etwa 15.000 Liter Wasser, um ein Kilo Rindfleisch herzustellen. Das meiste Wasser wird für den Anbau von Futtermitteln verwendet, wobei auch das Tier selbst natürlich Flüssigkeit zu sich nimmt. Des Weiteren wird ein Teil auch zur etwaigen Reinigung von Ställen etc. genutzt. Ein Cheese-Burger kann laut dem WWF also einen Wasserfußabdruck von 2.453 Litern haben. Zum Verhältnis: eine 10 minütige Dusche verbraucht durchschnittlich etwa 150 Liter

Anhand dieser Fakten wird deutlich, inwiefern unsere Ernährung Einfluss auf die Umwelt hat. Jedes Essen, das du bewusst vegan gestaltest, hilft dabei, deinen Lebensstil nachhaltiger zu machen. 

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 2. Kauf bio! 

Vor wenigen Jahren noch kaum auffindbar, mittlerweile jedoch in fast jedem Discounter zu haben: Produkte aus Biolandwirtschaft. Was genau ist der Unterschied und ist der höhere Preis gerechtfertigt? 

Beim Bio-Anbau wird bewusst auf Gentechnik verzichtet. Dies bedeutet, dass die Artenvielfalt auf Bio-Äckern deutlich höher ist. Nicht nur das angepflanzte Gut selbst, sondern auch Wildkräuter und verschiedene Tierarten bleiben von aggressiven chemisch-synthetischen Pestiziden verschont. Dadurch werden nicht nur Emissionen und Energie gespart und das Grundwasser geschont, sondern durch ein erhöhtes Insektenvorkommen ist auch die natürliche Bestäubungsleistung gewährleistet und gefördert. Dementsprechend schützt der Bio-Anbau nicht nur unsere Erde, sondern der zunächst höhere Preis im Einkauf wird durch geringere Schäden an der Umwelt, die andernfalls in Folgekosten für die Allgemeinheit resultieren, kompensiert. Wir sollten also, sofern es uns möglich ist, stets versuchen, ausschließlich Bio-Produkte (am besten aus der Region, siehe nächster Abschnitt!) in unseren Einkaufskorb zu lassen. Doch woran erkennen wir Bio-Produkte? Dies geht aus dem Label hervor. Hierbei gibt es jedoch viele verschiedene. Wir möchten euch die wichtigsten Bio-Labels vorstellen und sie kurz erläutern

2.1 Das EU-Bio-Siegel

Laut den Vorgaben des EU Bio-Labels, darf sich ein Produkt nur unter folgenden Bedingungen “bio” oder “öko” nennen:

  • der Verzicht auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel
  • eingehaltene Maximalzahl an Tieren pro Quadratmeter
  • “artgerechte” Tierhaltung (Wir fragen uns hier tatsächlich, ob es sowas wie eine artgerechte Tierhaltung wirklich gibt...)
  • Futter aus ebenfalls biologischem Anbau
  • Antibiotika nur zu medizinischen Zwecken
  • keine Gentechnik
  • maximal 49 verarbeitete Zusatzstoffe

Diese Anforderungen müssen zu 95% erfüllt sein, dann darf das Produkt das Bio-Label tragen.

 

2.2 Deutsches Bio-Siegel

Die Richtlinien des deutschen Bio-Siegels orientieren sich an den eben genannten EU-Bio-Anforderungen. Das Siegel wird vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft vergeben. Alle Bio-Rohstoffe müssen 100% aus deutscher Bio-Landwirtschaft kommen, damit das deutsche Biolabel vergeben werden darf. 

#funfact No. 1: Die AHO Raw Natur Cracker haben 100% deutsche Biozutaten und tragen deswegen das deutsche Bio-Siegel.



 

2.3 Demeter

Dieses Siegel steht für den ältesten und strengsten Anbauverband Deutschlands. Es geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, indem es einen besonderen Wert auf die langfristige Bodenfruchtbarkeit legt. Der Hof wird als Kreislauf verstanden, ein agiler Organismus, der mit selbst hergestellten Präparaten aus Mist, Heilpflanzen und Mineralien schonend behandelt wird. 

#funfact No. 2: Die Sonnenblumenkerne, die wir bei AHO in unseren Crackern verwenden, tragen das Demeter-Siegel.

 

2.4 Bioland

Auch das Bioland-Siegel erfüllt höhere Standards, als gesetzlich vorgeschrieben. Im Fokus steht unter anderem die langfristige Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Genauso wichtig für die Bioland-Biobauern ist es, dass Futtermittel möglichst aus dem eigenen Betrieb stammen. Erkrankte Tiere werden darüber hinaus naturheilkundlich behandelt. 

#funfact No. 3: Die Leinsamen für unsere Rohkost-Cracker zieren sich mit dem Bioland-Siegel und kommen von einem benachbarten Hof im Weserbergland.

 

2.5 Naturland

Ein weiteres Bio-Siegel, welches über die Kriterien der EG-Öko-Verordnung hinausgeht. Die Richtlinien sind detailliert, wobei neben Lebensmitteln auch Textilien und Holzprodukte mit diesem Siegel gekennzeichnet werden können. 

#funfact No. 4: Der gekeimte Urdinkel, aus dem unsere Cracker gemacht werden, trägt das Naturland-Siegel. 

 Weil Bio nicht gleich Bio ist, setzt AHO die höchsten Standards. Wir kommunizieren die Herkunft unserer Rohstoffe so transparent wie möglich!

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3. Achte auf regional!

Das Label “regional” wirft oftmals viele Fragen auf. Wie ist regional bei uns im Einzelhandel definiert? Ist regional immer nachhaltiger als explizit nachhaltig hergestellte Produkte aus Übersee? Lass uns gemeinsam Antworten auf die Fragen finden.

Im Internet haben wir vergebens nach einer einheitlichen Definition gesucht. Dementsprechend ist es zumindest im Supermarkt oftmals sehr schwer herauszubekommen, wo ein bestimmtes Produkt herkommt. Glücklicherweise können wir dies in der Obst- und Gemüseabteilung meistens ablesen. Nun ist also die Frage, inwiefern ein Apfel aus Deutschland nachhaltiger ist, als der aus Italien, Frankreich oder Spanien. Pauschal ist dies leider nicht mit ja oder nein zu beantworten. Klar ist, dass Produkte aus dem gleichen Land weniger weit gereist sind, als Produkte von einem anderen Kontinent. Dennoch bedarf es einer genaueren Untersuchung - die Lagerung heimischer Äpfel kann beispielsweise eine schlechtere Treibhausgasbilanz haben, als die frisch geernteten aus Südamerika.  Demnach ist nicht nur Regionalität ein wichtiges Thema, sondern auch der Bezug zur jeweiligen Saison. Frische Erdbeeren im Winter sind eben nicht drin, wenn wir uns nachhaltig ernähren wollen. Aber wie kann ich nun eine regionale Herkunft achten, sodass mein Lebensmittel eben nicht schon hunderte von Kilometern per Lastkraftwagen, Schiff oder Flugzeug. zurückgelegt hat? 

Empfehlenswert sind Hofläden, ein Gemüse-Kiste-Abo oder lokale Wochenmärkte  – hier treffen sich Landwirte um ihre oft eigens angebauten Lebensmittel zu verkaufen. Diese stammen häufig aus der Region und der persönliche Kontakt erlaubt es auch, Nachfragen zu stellen und Details über den Anbau in Erfahrung zu bringen. Dies bringt auch den Vorteil, die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Gerade kleine Betriebe freuen sich, wenn sie nicht von riesigen Konkurrenten von Übersee vernichtet werden. 

Außerdem kann eine weitergehende Recherche der Produkte hilfreich sein. Die Umwelt wird uns den einmaligen Mehraufwand danken. Davon abgesehen sind regionale Produkte stets näher zu uns, was bedeutet, dass sie weniger reisen mussten und dementsprechend frischer sind. Neben einer glücklichen Landwirtin und einer strahlenden Umwelt, freut sich also auch unsere eigene Gesundheit über den regionalen Einkauf.

3.1 Fairtrade

Wenn regional mal nicht drin ist, gibt es mittlerweile die Option, dass Rohstoffe aus fairem Handel bezogen werden können. Bei Kaffee und Schokolade gibt es schon einige Alternativen. Und auch in den Allerweltsläden kann man Fairtrade-Produkte bekommen. 

 

 

#funfact No. 5: Die sonnengetrockneten Kirschtomaten in den AHO Raw Pizza Crackern tragen das Fairtrade-Siegel. Neben den deutschen Grundzutaten, achten wir auch bei den Gewürzen auf den ethischsten und nachhaltigsten Weg, den wir finden können!



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4. Flieg weniger!

Flugscham ist seit nicht allzu langer Zeit vielen Menschen ein Begriff. Generell wird dazu aufgerufen, weniger zu fliegen.

Moment! Also erst darf ich kein Fleisch mehr essen, soll nur noch teure, regionale Bio-Produkte kaufen und dann darf ich noch nicht mal mehr Urlaub machen? 

Nein. Reisen und die Welt kennenlernen betrachten wir bei AHO als Bereicherung eines jeden - für das eigene Weltverständnis und auch, um sich selbst und andere Kulturen besser kennenzulernen. Nicht zuletzt, um auch die Dinge Zuhause wieder mehr wertzuschätzen und Inspirationen für einen umweltfreundlicheren Alltag zu sammeln. Ein wirklich ökologisches Leben, lässt sich aber nicht nachhaltig realisieren, wenn wir zu viel mit dem Flieger unterwegs sind, denn: bezogen auf jeden Einzelnen von uns gibt es keine andere menschliche Aktivität, die in so kurzer Zeit so hohe Emissionen verursacht wie das Fliegen.

Der Beitrag des Fliegens zum Klimawandel wird auf mindestens 5% geschätzt und das obwohl nur 5% der gesamten Menschheit je ein Flugzeug bestiegen haben. 95% der Weltbevölkerung leiden also unter dem Verhalten von einer privilegierten Minderheit, die verhältnismäßig enorme Emissionen verursachen. Wir können es uns auch nicht leisten, darauf zu warten, bis der Staat eingreift. Eine CO2 Steuer ist mindestens genauso überfällig wie eine Kerosinsteuer. Leider wurde kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs bei der Konvention von Chicago die Steuerfreiheit von Kerosin beschlossen. 

Wir können also nicht erwarten, dass die Regierungen uns in die richtige Bahn lenken, sondern wir müssen uns selbst dafür entscheiden (oder in diesem Fall eher dagegen) und mit unserem Nachfrageverhalten den Markt steuern. 

Doch wie können wir die Welt bereisen, weit entfernte Orte bestaunen, völlig fremde Kulturen kennenlernen und kulinarische Überraschungen erleben, ohne dabei regelmäßig in die Lüfte zu heben? 

Nun, zuerst stellt sich die Frage, ob es nicht vielleicht auch in der Nähe schöne Orte gibt, die wir mit Fernzügen, Bussen oder sogar per Radtour erreichen können. Oftmals ist die eigene Umgebung vielfältiger als erwartet. Das Streckennetz der Bahn wird stets erweitert und auch an der Schnelligkeit und Effizienz wird gearbeitet. Somit stellt es also kein Problem dar, per Interrail ganz Europa zu erkunden. Doch das auch weit entfernte Ziele per Landweg erreichbar sind, stellt Chantal in ihrem spannenden Blogeintrag dar - von Berlin bis in die Mongolei ist sie ohne Flieger gereist. Es geht also! Mit ein bisschen mehr Zeit können wir den Weg zur eigentlichen Destination zum Erlebnis machen, ganz nach dem Motto: der Weg ist das Ziel. Die Art des langsameren am Boden Reisens ermöglicht es uns, mehr Leute kennenzulernen, mehr Orte zu sehen und ganz nebenbei unser Klima immens zu schützen. Lasst uns gemeinsam ohne fliegen die Welt gerade biegen! 

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5. Fahr mehr Fahrrad!

Da wir schon beim Thema Transport sind, machen wir doch gleich hiermit weiter. Der bekannte Ausspruch “Die Deutschen lieben ihre Autos” ist nach wie vor Realität. Immerhin ist die Volkswagen AG der zweitgrößte Autohersteller der Welt (nach Stückzahl und Umsatz) und über 35% der Beschäftigten in der Automobilindustrie arbeiten in Deutschland

Doch in Zeiten von Klimawandel, Umweltschutz und einer generellen Mobilitätsdiskussion sollten auch wir anfangen unsere geliebten Blechschüsseln zu hinterfragen – oder zumindest die Art, wie wir sie nutzen. 

Besonders in der Stadt ist das Verkehrsaufkommen an Autos sehr hoch. Die Abgase, die lästigen Staus und der störende Lärm sind nur wenig genannte Auswirkungen dessen. Ein einfacher Vorschlag: mehr Fahrrad fahren. Gerade in der Stadt stellt dies meist kein Problem dar, es gibt Radwege, die Infrastruktur ist gut - oft ist die Arbeit oder der nächste Supermarkt nicht allzu weit vom Wohnort entfernt. Außerdem empfiehlt uns die WHO ohnehin mindestens 10.000 Schritte am Tag zurückzulegen - eine Stunde langsames Radfahren entsprechen etwa 7.500, also wären ¾ bereits geschafft!

Neben der Kalorienverbrennung, tut uns auch die Bewegung an der frischen Luft gut. Sonne gibt uns Vitamin D und unser Herz-Kreislaufsystem, als auch das Immunsystem werden gestärkt. Neben CO2 und dem normalen Verschleiß sparen wir außerdem Spritkosten. Wir sollten aufhören, ständig nach Ausreden zu suchen. “Es ziehen dunkle Wolken auf, ich nehme lieber das Auto”, “Die anderen warten schon auf mich, mit dem Auto bin ich schneller”, sondern uns einfach einmal mehr fragen: Würde mir die Bewegung an der frischen Luft gut tun? Die Antwort lautet fast immer ja. Ist der zurückzulegende Weg wirklich sehr weitläufig, gäbe es noch die Möglichkeit immerhin eine Teilstrecke per Rad zurückzulegen. Ab jetzt wird in die Pedale getreten! 


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6. Second Hand First!

“Kleider machen Leute” - ein Zitat, welches uns dazu anfeuert, uns durch unsere Kleidung zu identifizieren. Das ist eine schöne Sache, denn wir können bereits allein durch unser Aussehen zeigen, wer wir sind. Kleidung ist definitiv ein Teil davon. Doch die Modebranche ist mittlerweile zu einer sehr schnelllebigen und ausbeuterischen Industrie geworden. Wir haben doch alle schon mal von einer Fabrik gehört, die irgendwo - weit weg von uns - abgebrannt ist. Die dort herrschenden Zustände sind für uns unvorstellbar, ebenso wie die geringe Entlohnung. Neben diesen menschenunwürdigen Umständen, ist auch die Klimabilanz der Bekleidungsindustrie ein Desaster. Baumwolle schreit geradezu nach sehr viel Wasser und durch den Einsatz von Pestiziden muss diese nach der Ernte auch nochmal reichlich gewaschen werden. Die Kleidung wird gefärbt, es entsteht schmutziges Abwasser, welches abermals mit Frischwasser gereinigt werden muss. Jedes einzelne Kleidungsstück durchläuft also einen sehr ressourcenintensiven Prozess. 

Um dem entgegenzuwirken, haben wir mittlerweile viele tolle Möglichkeiten. In den Städten werden Second Hand Läden mit absolut trendkomformer Vintage-Kleidung beliefert. Soziale Kaufhäuser wie OxfordFam spenden sogar die dadurch erzielten Erlöse, um entwicklungspolitische Arbeit zu leisten. Auf kleiderkreisel.de  können wir auch bequem online durch die “Ladenregale stöbern”. Mit Kleidung aus zweiter Hand schonen wir also nicht nur das Klima, sondern in den meisten Fällen sogar unseren Geldbeutel. Eine schöne Win Win-Situation. Des Weiteren können auch wir unsere einst geliebten Stücke loswerden und bald werden sie stolz von neuen BesitzerInnen weiterhin getragen. Es entsteht eine schöner Kreis voller Lieblingsstücke, die Geschichten erzählen und neue Geschichten erleben, ohne dabei dem Klima oder Menschen zu schaden. 

 

Unser Nachhaltigkeits-Fazit:

Wow, das war ganz schön viel Input. Nachhaltig hier, ökologisch und fairtrade dort. Manchmal fühlen wir uns doch alle ein bisschen überfordert mit der ganzen Situation. Deshalb machen wir einfach so weiter wie bisher, da wir denken, dass wir alleine eh nichts verändern können und wir ohnehin nie alles perfekt machen können. Aber das kann niemand. Jemals. Wir können alle nur versuchen unser bestes zu geben. Jeder Schritt, den wir in Richtung eines nachhaltigeren Lebensstil gehen, ist ein guter und wertvoller (Fort-)Schritt. Du darfst dir Zeit nehmen. Niemand erwartet, dass du innerhalb eines Tages zum Rohkost-Veganer der nicht fliegt, kein Auto fährt, nur Bio und Second Hand einkauft und seine Lebensmittel entweder selbst anbaut oder beim LandwirtIn nebenan bezieht, wirst. Fang mit den Sachen an, die dir am leichtesten fallen. Stück für Stück. Das ist völlig ok und gut so. Es wird immer Sachen geben, die du und ich verbessern können. Das sollte uns jedoch nicht davon abhalten, heute mit den Kleinigkeiten, zu denen wir uns bereit fühlen, anzufangen. Wir sind in einem System aufgewachsen, in dem viele klimaschädliche Dinge als völlig normal betrachtet werden. Es liegt an uns, diese Sachen zu hinterfragen und Stück für Stück daran zu arbeiten und die Zustände zu verbessern – für uns, alle Lebewesen mit denen wir den Planeten teilen und natürlich vor allem auch für Mutter Natur selbst. 



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