Liposomales Glutathion - Entgiftung und Unterstützung der körpereigenen Abwehr

Stell dir vor, du könntest einen Stoff entdecken, der wie ein wahrer Superheld in deinem Körper agiert. Etwas, das dich auf zellulärer Ebene im Kampf gegen oxidativen Stress, Gifte und sogar gegen vorzeitige Alterung unterstützt und dein Immunsystem stark macht. Klingt unglaublich, oder?

Doch genau das tut Glutathion - ein faszinierendes Molekül, von dem viele Menschen noch nie gehört haben. Eine Substanz, die in jeder Zelle unseres Körpers vorkommt und immens wichtig ist für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Wie wirkt es im Körper und in welchen Formen kommt es vor? Was passiert bei einem Mangel und wie lässt sich der Glutathionspiegel erhöhen? Was bedeutet “liposomal”?

In diesem Artikel werden wir die Wirkungsweise von Glutathion genauer betrachten und herausfinden, wie wir es optimal nutzen können, um unsere Gesundheit zu stärken.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist Glutathion überhaupt?
  2. Welche Funktionen hat Glutathion?
  3. Ein Mangel an Glutathion kann verschiedene Auswirkungen auf den Körper haben
  4. Wie kommt es zu einem Mangel an Glutathion?
  5. Wie lässt sich der Glutathionspiegel erhöhen?
  6. Liposomales Glutathion bietet eine bessere Aufnahme in die Zelle
  7. Welches Glutathion sollte ich zu mir nehmen?
  8. Fazit: Die Bedeutung von Glutathion für die Gesundheit und innovative Möglichkeiten zur Optimierung des Glutathion-Spiegels
  9. Quellen

 Liposomales Glutathion - Entgiftung und Unterstützung der körpereigenen Abwehr

Was ist Glutathion überhaupt?

Glutathion ist eine Tripeptidverbindung. Das klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Stell dir Peptide als eine Kurzversion von Proteinen vor. Peptide bestehen aus nur wenigen Aminosäuren. (Ein echtes Protein geht erst ab einer Länge von 50 Aminosäuren als solches durch.)

Glutathion ist ein Peptid aus nur drei Aminosäuren: Glutaminsäure, Cystein und Glycin.

Natürliches Vorkommen von Glutathion im menschlichen Körper

Dein Körper ist wirklich erstaunlich. Er hat die Kompetenz, in allen deinen Zellen Glutathion selbst herzustellen, besonders viel jedoch in der Leber – insbesondere wenn genügend von den drei Ausgangsstoffen Glutaminsäure, Cystein und Glycin vorhanden ist.

Die Leber ist der absolute Entgiftungsexperte in deinem Körper und so findet man in ihren Zellen die höchsten Konzentrationen an Glutathion.

Die weißen Blutkörperchen, also die Immunzellen, enthalten ebenfalls viel Glutathion. Auch die roten Blutkörperchen haben viel Glutathion im Gepäck. Sie transportieren Sauerstoff und sind deshalb gewaltigem oxidativen Stress ausgesetzt.

Du produzierst Glutathion selbst

Die Natur hat deinem Körper die Fähigkeit gegeben, Glutathion eigenständig zu synthetisieren. Das zeigt dir, wie wichtig dieses Antioxidans für die Aufrechterhaltung der Gesundheit ist. 

Glutathion wird im Zytosol produziert, also in den flüssigen Bestandteilen der Zelle. Um dort dieses wertvolle Antioxidans zu erschaffen, kombiniert die Zelle drei Aminosäuren. Sie braucht als Bausteine für die Herstellung von Glutathion die Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin.

Besonders interessant ist dabei das Cystein. Es enthält eine Thiolgruppe (-SH), ist also eine schwefelhaltige Aminosäure. Alle Verbindungen mit so einer SH-Gruppe aus Schwefel und Wasserstoff nennt man Thiole. Wegen dieser Eigenschaft des Bausteins Cystein kann das Glutathion freie Radikale neutralisieren und Zellen vor oxidativem Stress schützen. Dies ist auch der Grund, warum Glutathion schwefelhaltig schmeckt.

Bausteine für die Herstellung von Glutathion die Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin

Welche Form von Glutathion ist gut für uns?

Glutathion liegt im Körper zum einen in reduzierter Form (GSH), zum anderen auch in oxidierter Form (GSSG) vor.

Das reduzierte Glutathion (GSH) ist die aktive Form. Nur in diesem Zustand ist es der Superheld, von dem wir hier sprechen, und der eine so wichtige Rolle beim Zellschutz spielt. Die Abkürzung SH bezieht sich auf die freie, sehr reaktionsfreudige Thiolgruppe des Bausteins Cystein.

Die Bezeichnung "reduziert" bedeutet also nicht, dass das Molekül etwa in einem Sparmodus wäre, ganz im Gegenteil: „reduziert“ bezieht sich auf einen chemischen Prozess, bei dem Glutathion mit Elektronen beladen und es somit gerade im aktiven Zustand ist. In diesem Zustand übt es seine Schutzfunktion aus. So kann es Elektronen abgeben und damit schädliche Substanzen neutralisieren. Klingt kompliziert, aber im Grunde ist es einfach: "reduziert" bedeutet hier, dass es in Bestform ist!

Oxidiertes Glutathion (GSSG) entsteht dann, wenn GSH seine antioxidative Funktion erfüllt hat und dabei oxidiert worden ist. GSSG kann aber wieder in GSH umgewandelt werden und dann steht GSH als Radikalfänger wieder zur Verfügung. Das klappt aber nur, wenn bestimmte Enzyme wie die GSH-Reduktase in ausreichender Menge vorliegen. Dieses Enzym ist Selen- und Vitamin B2-abhängig.

98 % des Glutathions liegen in der Zelle in reduzierter Form vor, 2 % in oxidierter Form (GSSG) (1)

Welche Funktionen hat Glutathion?

Glutathion besitzt verschiedene Mechanismen, mit denen es gleichzeitig auf unterschiedlichen Ebenen gegen oxidativen Stress wirksam sein kann.

Reduziertes Glutathion ist ein kraftvolles Antioxidans

Ein Antioxidans wirkt - wie der Name sagt - gegen oxidativen Stress. Oxidativer Stress wird durch schädliche freie Radikale im Körper verursacht. Freie Radikale sind chemische Verbindungen, die immer als Nebenprodukte unseres Stoffwechsels entstehen oder auch durch Faktoren von außen wie Umweltgifte, Rauchen, stressige Lebensbedingungen, Leistungssport oder eine ungesunde Ernährung.

Freie Radikale sind hochreaktiv. Sie können die Zellen angreifen und Schäden an Zellmembranen, Proteinen, DNA und anderen zellulären Bestandteilen verursachen. Sie richten deshalb so viel Schaden an, weil sie anderen Molekülen in der Zelle Elektronen stehlen. Dieser Prozess wird als Oxidation bezeichnet. Oxidativer Stress kann zu Entzündungsreaktionen und verschiedenen Krankheiten führen, z.B. Krebs, Alzheimer, Lebererkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, und den Alterungsprozess beschleunigen.

In dieser Situation kann Glutathion die Zelle schützen, indem es ein Elektron oder ein Wasserstoffatom abgibt. Dabei werden freie Radikale neutralisiert und in eine stabile Form umgewandelt. So verhindert Glutathion, dass das freie Radikal Schäden an anderen Molekülen, wie DNA, Proteinen oder Lipiden, verursacht. (2) Diese direkte Neutralisierung ist extrem wichtig, um oxidativen Stress im Körper zu reduzieren.

Glutathion hat eine zytotoxische Wirkung auf Tumorzellen

Glutathion kann Krebszellen abtöten oder ihr Wachstum verlangsamen, indem es den programmierten Zelltod auslöst. Es kann Signalwege verstellen, die das Überleben von bösartigen Zellen fördern. Damit werden die Tumorzellen abgetötet oder in ihrer Entwicklung gehemmt.(3)

Glutathion repariert Zellschäden

Glutathion schützt nicht nur die Zellstruktur und die Funktion der Zelle. Es kann sogar helfen, beschädigte Zellen wieder zu reparieren. Es fördert die Regeneration von Zellen nach der Einwirkung toxischer Substanzen und kann die Zellfunktion wieder verbessern. (4)

Glutathion revitalisiert andere Antioxidantien

Glutathion erweist sich als echtes Master-Antioxidans. Es hat nämlich die Fähigkeit, andere Antioxidantien wie Vitamin C und E zu regenerieren. Wenn diese Vitamine freie Radikale abfangen, werden sie bei diesem Prozess verbraucht. Glutathion hat eine regenerative Wirkung und kann unbrauchbar gewordene Vitamine wieder funktionsfähig machen. (5) Aus diesem Grund ist eine Kombination von Vitamin C und Glutathion besonders sinnvoll.

Glutathion stärkt das Immunsystem

Glutathion spielt eine wichtige Rolle für eine effektive Immunfunktion. Wenn es in ausreichender Menge vorhanden ist, dann funktionieren die verschiedenen Immunzellen optimal. Bei einem Mangel an Glutathion können sie jedoch ihre Aufgaben nicht richtig erfüllen. (6)

Glutathion kann also die Immunantwort beeinflussen und dazu beitragen, dass der Körper besser gegen virale Infektionen geschützt ist. Aus diesem Grund ist Glutathion besonders wichtig für die Abwehr von Viren.

In Zellversuchen wurde festgestellt, dass Glutathion die Vermehrung von Viren wie Grippe- und Herpesviren und HIV blockieren kann. Man konnte messen, dass der Glutathionspiegel bei Virusinfektionen sinkt. Dies wurde besonders bei Herpes-simplex-Viren festgestellt. (7)

Glutathion bindet giftige Stoffe

Durch unseren modernen Lebensstil sind wir einer wahren Flut an schädlichen Stoffen ausgesetzt, die größtenteils künstlich hergestellt wurden und von Mutter Natur nie in Betracht gezogen wurden.

Beispiele hierfür sind Alkohol und Tabak, verschiedene Arten von Kosmetikartikeln und Medikamenten wie Antibiotika, Schmerzmittel und Hormone, Zusatzstoffe und Konservierungsmittel in Lebensmitteln, Quecksilber in Zahnfüllungen, Blei in Wasserleitungen, Wohngifte in Farben, Bodenbelägen und Möbeln, Düngemittel und Pestizide, Lösungsmittel und sogar radioaktive Strahlung, die bei Flugreisen auf uns einwirken kann. Glutathion spielt eine wichtige Rolle bei der Entgiftung von diesen schädlichen Substanzen.

Dass Formaldehyd beim Rauchen freigesetzt wird, weißt du wahrscheinlich. Dieses Gift ist aber auch in Obst und Gemüse, in Textilien und Reinigungsmitteln enthalten und entsteht sogar als ein Stoffwechselnebenprodukt in deinem Körper. Über die SH-Gruppe (Thiolgruppe) neutralisiert Glutathion das Gift und bringt es zur Ausscheidung (8)

Viele Menschen sind belastet mit Schwermetallen wie Quecksilber, Blei, Palladium. Cadmium u.a. Aluminium ist zwar kein Schwermetall, aber ebenso hochgiftig.

Toxine gelangen über die Nahrung, die Luft oder sogar den Kontakt mit der Haut in den Körper. Sobald sie im Körper sind, können bestimmte Enzyme die Toxine chemisch verändern oder "verstoffwechseln". Dadurch werden sie oft lipophil, was bedeutet, dass sie sich im Fettgewebe lösen und dort gespeichert werden können.

Dein Körper nutzt die starke Anziehung zwischen der Thiolgruppe des Glutathions und den Schwermetall-Ionen in deinem Organismus, um diese Metalle zu entgiften. Entgiftung ist aber gar nicht so einfach, wie es klingt. Dabei greifen drei Stoffwechselwege.

Sie alle sind nötig, um Toxine, die also meistens fettgebunden sind, zunächst in wasserlösliche Stoffe umzuwandeln, die dann vom Körper ausgeschieden werden können.

Die Ausleitung der gebundenen Gifte geschieht mit Hilfe vieler Enzyme

Leider funktioniert die Umwandlung von fettgebundenen Giften in wasserlösliche Substanzen nicht bei allen Menschen gleich gut. Denn Glutathion übernimmt nicht völlig allein die Aufgabe, den Müll aus den Zellen zu bringen. Es hat viele Helfer in Form von Enzymen wie z.B. verschiedene Glutathion-Schwefel-Transferasen (GST). Alle Enzyme der Entgiftungsphasen müssen auch wirklich komplett vom Körper gebildet werden, um perfekt zusammenarbeiten zu können.

Im Laufe der Evolution haben sich aber bei manchen Menschen kleine genetische Veränderungen in das Erbgut eingeschlichen. Manche Enzyme der Entgiftungsphasen werden dadurch fehlerhaft oder gar nicht hergestellt. So kommt es, dass es unter uns tatsächlich gute und auch schlechte Entgifter gibt.

Manchmal ist auch die Giftlast im Körper so hoch, dass die Enzyme gar nicht mehr richtig arbeiten können, z.B. bei einer hohen Quecksilberlast durch Amalgamfüllungen.

Die Enzyme für Phase I und Phase II der Entgiftung müssen alle effizient miteinander arbeiten. Ist das nicht der Fall, könnte dein Entgiftungssystem überlastet werden, wenn du reduziertes Glutathion (GSH) von außen als Nahrungsergänzungsmittel zuführst. Dann ist es möglich, dass evtl. ein Stau von giftigen Zwischenstoffwechselprodukten entsteht. (9) In solchen Fällen kann es sein, dass Glutathion zwar Gifte bindet, aber sie können dann nicht vollständig ausgeschieden werden, sondern werden umverteilt.

Dadurch kann dein System extrem gestresst werden. Das kann besonders dann passieren, wenn du durch Amalgamfüllungen quecksilberbelastet sein solltest. In dem Fall solltest du zuerst die Amalgamfüllungen unter höchsten Schutzmaßnahmen entfernen und das Quecksilber fachkundig ausleiten lassen und erst, wenn sich deine Entgiftungsleistung verbessert hat, Glutathion substituieren.(10)

Es gibt Gentests, mit denen du bei Bedarf herausfinden kannst, ob alle deine Entgiftungsenzyme planmäßig arbeiten. Bei einer Erniedrigung des Entgiftungsenzyms GST (Glutathion-Schwefel-Transferase) solltest du also zunächst kein synthetisches Glutathion von außen zuführen, da es durch den Mangel des Enzyms zum Einbau in die Zelle nicht verwertet werden kann. (11)

Du kannst aber versuchen, deine endogene Glutathionproduktion, also die Produktion in der Zelle, anzukurbeln. Der Körper stellt dann nur so viel her, wie er verwerten kann.

Ein Mangel an Glutathion kann verschiedene Auswirkungen auf den Körper haben

Ein Mangel an Glutathion kann verschiedene Auswirkungen auf den Körper haben

Nachfolgend gehen wir auf die verschiedenen Auswirkungen ein.

Oxidativer Stress

Glutathion ist ein starkes Antioxidans, das dazu beiträgt, schädliche freie Radikale zu neutralisieren. Ein Mangel an Glutathion kann zu einem Überschuss an freien Radikalen führen und oxidativen Stress verursachen, der mit beschleunigten Alterungsprozessen, chronischen Krankheiten wie Herz-Kreislaufkrankheiten, Krebs, Autoimmunkrankheiten, totaler Erschöpfung und anderen gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht wird (12)

Beeinträchtigte Immunfunktion

Glutathion spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung und Stärkung des Immunsystems. Ein Mangel an Glutathion kann zu einer Schwächung der Immunfunktion führen und die Anfälligkeit für Infektionen und Krankheiten erhöhen. (12)(13)

Entzündungen

Glutathion hat entzündungshemmende Eigenschaften. Ein Mangel an Glutathion kann zu chronischen Entzündungen führen, die mit verschiedenen Erkrankungen wie Arthritis (16), Herzkrankheiten, Krebs und Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa in Verbindung gebracht werden.(14)

Toxizität

Glutathion spielt eine wichtige Rolle bei der Entgiftung und Eliminierung von schädlichen Substanzen aus dem Körper. Ein Mangel an Glutathion kann die Fähigkeit des Körpers, Toxine abzubauen und zu entsorgen, beeinträchtigen. Dadurch häufen sich Gifte im Körper an und schwächen ihn massiv.(15)

Wie kommt es zu einem Mangel an Glutathion?

Wie es zu einem Mangel kommt erklären wir dir nachstehend.

Ernährungsdefizite

Eine unzureichende Aufnahme bestimmter Nährstoffe, die für die Produktion von Glutathion erforderlich sind, kann zu einem Mangel führen. Du musst also für die Glutathionbildung immer genügend Glutamin, Cystein und Glycin zuführen.

Alter

Mit zunehmendem Alter nimmt die natürliche Produktion von Glutathion im Körper ab, was langfristig zu einem Mangel führt.(16)

Erkrankungen

Bestimmte Erkrankungen, wie z.B. Lebererkrankungen, Nierenprobleme, Diabetes, Krebs, Autoimmunerkrankungen und chronische Infektionen, verbrauchen Glutathion und senken damit den Glutathionspiegel. (17) (Umgekehrt kann es zu solchen Erkrankungen kommen, wenn der Glutathionspiegel zu niedrig ist.) (18)

Stress und Umweltfaktoren

Langfristiger physischer und psychischer Stress, Schlafmangel, Umweltverschmutzung, Schadstoffe durch Nikotin- und Alkoholkonsum (19), Schwermetallbelastungen (20) und der Einsatz bestimmter Medikamente (21) können die Produktion und den Abbau von Glutathion beeinflussen.(22)

Der Glutathionspiegel ist messbar

Du könntest feststellen lassen, ob bei dir ein Mangel an Glutathion vorliegt.

Um den Glutathionhaushalt zu beurteilen, wird der GSH-Spiegel in verschiedenen weißen Blutkörperchen gemessen. Über die getrennte GSH- Bestimmung in verschiedenen Immunzellen kann man dann sogar sehen, ob bei dir der Glutathionmangel durch einen verstärkten Verbrauch bedingt ist oder durch einen Mangel an „Baustoffen“, insbesondere Cystein. (23)

Wie lässt sich der Glutathionspiegel erhöhen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Glutathionspiegel im Körper zu erhöhen.

Bestimmte Lebensmittel enthalten Glutathion

Glutathion ist nicht nur in menschlichen, sondern auch in tierischen und pflanzlichen Zellen enthalten. Obwohl es ja der Körper selbst herstellt, kann eine ausgewogene Ernährung dazu beitragen, den Glutathionspiegel zu steigern. Dazu gehören unter anderem Lebensmittel wie frisches Obst und Gemüse (besonders Avocados, Spargel und grünes Blattgemüse wie Spinat, Brokkoli und Grünkohl), Walnüsse, Samen und Sprossen. Bierhefeextrakt, Leber und frisch zubereitetes Fleisch weisen einen besonders hohen Gehalt an Glutathion auf. (24) Lange Lagerung, Verarbeitung und Erhitzen führen jedoch zur Zerstörung des Glutathions.

Obwohl es im menschlichen Verdauungstrakt Transporter für Glutathion gibt, gelingt es unserem Körper nur sehr begrenzt, Glutathion aus dem Darm aufzunehmen. Das liegt daran, dass Glutathion ziemlich instabil ist. Es wird durch die Magensäure in seine Ausgangsbestandteile abgebaut, ebenso durch Enzyme im Dünndarm. Die Bioverfügbarkeit des fertigen Glutathionmoleküls ist also ziemlich gering. (25)

Die Eigensynthese von Glutathion unterstützen

Wenn du genügende Mengen von den drei Aminosäuren Cystein, Glutaminsäure und Glycin  aufnimmst, kann der Körper das lebensnotwendige Glutathion gemäß dem Bauplan der Natur selbst herstellen. Also ist es wichtig, dass du dich ausreichend mit Proteinen versorgst, denn Aminosäuren sind die kleinsten Bausteine der Proteine.

Für die Eigensynthese von Glutathion braucht dein Körper auch Schwefel. Du weißt ja bereits, Glutathion enthält die reaktionsfreudige SH-Gruppe. Schwefel ist enthalten in Zwiebeln und Knoblauch, in Walnüssen und Mandeln, in Sojabohnen und Haferflocken und in Kohlgewächsen wie Brokkoli und Rosenkohl.

Eine synthetische Schwefelquelle ist MSM (Methylsulfonylmethan), das du bei Bedarf als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen kannst.

Vitamine und Mineralstoffe erhöhen den Glutathionspiegel

Glutathion wird bei verschiedenen Entgiftungsprozessen im Körper verwendet und wird dabei oxidiert. B-Vitamine, insbesondere Vitamin B2 (Riboflavin) und Vitamin B3 (Niacin), spielen eine wichtige Rolle bei der Regeneration reduzierter Glutathionformen (GSH) aus der oxidierten Form (GSSG).

Sowohl Vitamin C als auch Vitamin E können den Abbau von Glutathion verhindern, indem es die Konzentration von oxidativen Schadstoffen reduziert und somit den Bedarf an Glutathion verringert.

Vitamin C spielt eine wichtige Rolle bei der Glutathionproduktion, indem es das Enzym Glutathion-Synthetase unterstützt.

Eine entscheidende Rolle bei der Synthese von Glutathionperoxidase, einem Enzym, das ebenfalls Glutathion vor Oxidation schützt, spielt Selen. Ohne ausreichend Selen können die Glutathionreserven im Körper abnehmen und oxidative Schäden können verstärkt auftreten. Selen unterstützt auch die Phase I der Entgiftung.

NAC steigert die Glutathionproduktion

N-Acetylcystein (NAC) ist eine synthetische Verbindung, die du als Vorläuferstoff für die Aminosäure Cystein einnehmen kannst. Im Körper wird NAC nämlich zu Cystein umgewandelt, das dann ja als Baustein für das Molekül Glutathion gebraucht wird. Die Proteine, die wir zur Eiweißversorgung zu uns nehmen, enthalten meistens relativ wenig Cystein. So kann es schnell mal an diesem Baustein mangeln und Glutathion wird dann nicht genügend hergestellt.

Reduziertes Glutathion (GSH) kannst du auch als Nahrungsergänzungsmittel zuführen

Glutathion wird häufig in Form von Kapseln oder Pulver angeboten. Lange Zeit glaubte man, dass die Einnahme von normalem Glutathion wenig Nutzen bringt, da es im Verdauungssystem abgebaut wird und den Glutathionspiegel nicht erhöhen kann. Mittlerweile gibt es Studien, deren Ergebnisse darauf hindeuten, dass die längerfristige Einnahme von Glutathion-Ergänzungsmitteln positive Effekte haben kann. (26)

S-Acetyl-Glutathion (SAG) als Alternative zu GSH

Um die Bioverfügbarkeit von GSH im Körper zu verbessern, wurde das Prodrug namens S-Acetyl-Glutathion entwickelt. Ein Prodrug ist eine chemische Verbindung, die im Stoffwechsel erst in eine aktive Form umgewandelt werden muss, um eine therapeutische Wirkung zu entfalten.

Glutathion ist normalerweise instabil im Verdauungstrakt. Durch das Anhängen einer Acetylgruppe wird es stabilisiert und kann besser durch den Verdauungstrakt gelangen, ohne zerlegt zu werden. Ist das S-Acetyl-Glutathion in den Zellen angekommen, wird die Acetylgruppe entfernt und die wirksame Form von Glutathion freigesetzt. Diese Veränderung ermöglicht es also dem GSH, effektiver im Körper zu wirken.(27)

Liposomales Glutathion bietet eine bessere Aufnahme in die Zelle

Liposomales Glutathion bietet eine bessere Aufnahme in die Zelle

Liposomen sind künstlich hergestellte Mikrobläschen, die aus einer doppelten Schicht Phospholipiden bestehen. Der Aufbau ähnelt den Zellmembranen in unserem Körper. Liposomen sind in der Lage, Substanzen in den Körper zu transportieren, ohne dass sie den Verdauungstrakt passieren müssen. Somit werden die liposomal eingeschlossenen Nährstoffe vor Abbau, Oxidation oder anderen zerstörerischen Einflüssen geschützt.

Liposome werden als "Transportkapseln" für Nährstoffe verwendet. Die Doppellipidschicht besteht aus zwei parallelen Schichten von Lipidmolekülen, die sich in einer Art Sandwichstruktur anordnen. Durch ein Extraktionsverfahren werden die Phospholipide aus Sonnenblumenkernen isoliert.

Die einzelnen Lipidmoleküle bestehen aus einem hydrophilen Kopfteil und einem hydrophoben Schwanzteil. Der hydrophile Kopfteil ist wasserliebend und befindet sich am äußeren und inneren Rand der Doppellipidschicht, der hydrophobe Schwanzteil ist wasserabweisend und befindet sich im Inneren der Schicht.

Das Glutathion wird in die wässrige Phase im Inneren des Liposoms eingeschlossen. Die Umhüllung von Glutathionmolekülen in Liposomen hat mehrere Vorteile. Erstens schützt diese Struktur das Glutathion vor dem Abbau durch Verdauungsenzyme im Magen-Darm-Trakt. So kann mehr Glutathion in den Blutkreislauf gelangen. Dadurch wird die Bioverfügbarkeit von Glutathion erhöht, was wiederum seine Wirksamkeit verbessert. (28)

Zweitens bietet liposomales Glutathion eine bessere Aufnahme in die Zellen. Liposomen haben einen ähnlichen Aufbau wie unsere Zellmembranen. So können sie leicht in die Zellmembran eindringen und das Glutathion in das Zellinnere transportieren. Dadurch kann das Glutathion seine antioxidativen Funktionen besser ausüben und die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen.

Welches Glutathion sollte ich zu mir nehmen?

Wir haben gesehen, dass die aktive Form, nämlich das reduzierte Glutathion am besten ist. Darüber hinaus sollte kein Pulver oder keine Kapsel, sondern ein liposomal verpacktes Glutathion supplementiert werden. Nur so kann das Glutathion sicher in die Zellen gelangen, ohne durch den Verdauungstrakt beeinträchtigt zu werden. Kombiniert empfehlen wir also ein liposomales reduziertes Glutathion.

Zudem sollte liposomales reduziertes Glutathion in Kombination mit liposomalem Vitamin C konsumiert werden, denn durch die antioxidativen Eigenschaften des Vitamin C kann der vorzeitige Abbau von Glutathion begrenzt werden und das Glutathion kann die wichtige Aufgabe der Phase 2 Entgiftung wahrnehmen. Aus diesen Gründen ist liposomales Vitamin C im AHO Immun Drink mit liposomalem reduzierten Glutathion kombiniert.

Fazit: Die Bedeutung von Glutathion für die Gesundheit und innovative Möglichkeiten zur Optimierung des Glutathion-Spiegels

Glutathion ist ein faszinierendes Molekül mit einer Vielzahl von biochemischen Funktionen im Körper. Als unglaublich leistungsstarkes Antioxidans schützt es die Zellen vor oxidativem Stress und spielt eine entscheidende Rolle bei der Entgiftung und Regulierung von Entzündungsprozessen. Damit ist es eine lebenswichtige Voraussetzung für eine optimale Gesundheit.

Glutathion wird auf natürliche Weise im Körper produziert. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Obst, Gemüse und proteinreichen Lebensmitteln ist, kann dazu beitragen, den Glutathionspiegel zu erhöhen.

In Belastungssituationen und bei Krankheiten ist der Bedarf erhöht. Wenn du Sportler bist, an einer chronischen Krankheit leidest, ein hohes Stresslevel hast oder du Umweltbelastungen ausgesetzt bist, dann kannst du Glutathion als Nahrungsergänzungsmittel von außen zuführen, um den Glutathionspiegel zu optimieren.

Bei einer Glutathionergänzung ist es sinnvoll, die individuellen Bedürfnisse und möglichen Störungen der Entgiftungsfunktion zu berücksichtigen und gegebenenfalls fachkundige Unterstützung einzuholen.

Eine innovative Form der Glutathionergänzung ist liposomales Glutathion.

Durch dieses Verfahren kann eine verbesserte Aufnahme und Bioverfügbarkeit von Glutathion erreicht werden. Diese Form der Glutathionergänzung kann von Vorteil sein, um deine Gesundheit auf ein neues Level zu heben. Wir bieten dir dafür den AHO Liposomalen Immun Drink an, der liposomales Glutathion in reduzierter Form und weitere Inhaltsstoffe, wie liposomales Vitamin C enthält.

Quellen:

(1) B. Kuklinski, Mitochondrien Symptome, Diagnose und Therapie, 1. Auflage 2015, Aurum

(2) G. Wu, Y. Z. Fang, S. Yang, J. R. Lupton, and N. D. Turner 2004, Glutathione Metabolism and Its Implications for Health,The Journal of Nutrition, vol. 134, no. 3, pp. 489–492

(3) B. Donnerstag et al. 1996, Reduced Glutathione and s-acetylglutathione as selective apoptosis-inducing agents in cancer therapy. Cancer Letters. 10): 63-70.

(4) N. van Zandwijk 1995, N-acetylcysteine (NAC) and glutathione (GSH): antioxidant and chemopreventive properties, with special reference to lung cancer. J Cell Biochem Suppl.

(5) H. J. Forman, H. Zhang, and A. Rinna 2009, Glutathione: Overview of its protective roles, measurement, and biosynthesis, Molecular aspects of medicine, vol. 30, no. 1–2, p. 1

(6) D. Morris et al. 2013, Glutathione and infection, Biochimica et biophysica acta, vol. 1830, no. 5, pp. 3329–3349

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(8) R. H. Ku 2021, Role of Glutathione in Formaldehyd metabolism and toxicity” Texas Medical Center Dissertations (via ProQuest)

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(27) R. Di Paola et al. 2022, S-Acetyl-Glutathione Attenuates Carbon Tetrachloride-Induced Liver Injury by Modulating Oxidative Imbalance and Inflammation, International Journal of Molecular Sciences 23(8):4429

(28) R Sinha et al. 2018, Oral supplementation with liposomal glutathione elevates body stres of glutathione and markers of immune function, European Journal of Clinical Nutrition

Jannis
Hi, ich bin Jannis. Ich entwickle Produkte für AHO und beschäftige mich seit 15 Jahren intentsiv mit einer gesunden und nachhaltigen Ernährung.

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