Regionale Bio-Leinsamen aus Deutschland: So sieht die Aussaat unserer Leinsamen aus

Dieses Jahr begleiten wir Albert, unseren Bio-Landwirt, bei der Aussaat unserer AHO Goldenen Leinsamen. Die Aussaat ist 2023 etwas spät, weil es etwas kalt war. Doch nun Mitte Mai haben wir gemeinsam mit Albert die Aussaat gestartet. In diesem Video siehst du, wie wir Albert etwas zur Hand gehen und Neues über den Bio-Anbau von Leinsamen lernen dürfen:

Albert und AHO arbeiten seit 2020 zusammen und die letzten Jahre war die Aussaat etwas früher. Dieses Jahr war die Aussaat etwas verspätet, da die Temperaturen noch relativ frisch waren. Es gibt einige Dinge, die Albert als Bio-Landwirt beachten muss, da er nicht wie andere konventionelle Landwirte auf Pestizide zurückgreifen kann. Damit die Aussaat klappt, muss er also den genauen Zeitpunkt abwarten, um den Lein auszusäen. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Boden vorbereitet sein, da auf der Fläche vorher Gras wuchs. Generell meint Albert, dass er durch die Biolandwirtschaft gezwungen ist, das Feld öfters manuell zu bearbeiten. Allerdings hat er nach all den Jahren einen Weg gefunden nicht öfters über das Feld zu fahren als konventionelle Bauern. Zu oft mit schweren Maschinen über die Flächen zu fahren kann dem Boden nämlich durch Verdichtung der Erde schaden, da dann dort manche Organismen nicht mehr leben können. Albert berücksichtigt das jedoch bei seinem Anbau.

Leinsamen drillen / säen

Um Leinsamen auszusäen, benötigt man einen Traktor mit Frontgewicht und eine Drillmaschine, die das Saatgut in die Fläche drillt bzw. einarbeitet. Wir haben Albert geholfen, die Drillmaschine mit Saatgut zu befüllen. Der Leinsamen muss gleichmäßig in der Drillmaschine verteilt werden. Die Drillmaschine ist der moderne Weg, eine große Fläche mit Same zu säen. Wo damals noch der Mensch die Samen in die Erde getragen hat, hilft heute die Drillmaschine. Sie drillt Furchen in die Fläche und verteilt gleichmäßig die Samen und schließt danach die Oberfläche wieder mit Erde. 

Mitfahren bei der Aussaat

An diesem Tag hat Albert eine Fläche von ca. 5 Hektar ausgesät. Zu Anfang ist Jannis mitgefahren und konnte währenddessen noch mehr zur Aussaat von Albert erfahren. Es gibt durchaus einige Sachen, die Albert planen muss. Der Leinsamen wird dieses Jahr auf einer anderen Fläche ausgesät als im letzten Jahr. Albert folgt einer Fruchtfolge, sodass auf einer Ackerfläche nie die gleiche Pflanze wächst. In Wahrheit ist Albert durch seine nun über 30-jährige Erfahrung im biologischen Anbau ein wandelndes Lexikon. Eine Mitfahrt mit ihm im Traktor ist dadurch spannender als jedes Buch über Bio-Anbau, weil er über viele Niederlagen und Siege auf seinem Weg erzählen kann. Er durfte viel lernen und ist ein lebendiges Beispiel dafür, dass biologischer Anbau sehr gut möglich ist. Noch besser ist es natürlich, wenn man jemanden an seiner Seite hat, der einen beraten kann.

Ideales Wetter für die Leinsamen-Aussaat

Das Wetter ist perfekt, meint Albert. Am Tag der Aussaat hat es einige Tage vorher geregnet und der Boden ist sehr feucht. Die Tage danach jedoch soll es eher trocken bleiben. Genau diese Mischung ist ideal für die Biolandwirtschaft, denn ein keimfähiger Samen im feuchten Boden kann Wasser aufsaugen und dadurch keimen. Die Fläche sollte für diesen Tag vorbereitet werden. Es wird vorbereitet, dass keine anderen Pflanzen, Wildkräuter oder Gras auf der Fläche stehen, bevor die Aussaat stattfindet. Genau dann ist der Leinsamen im feuchten Boden im Vorteil gegenüber den wiederkehrenden Wildkräutern. Wenn der Leinsamen die Feuchtigkeit auf der vorbereiteten Fläche aufnimmt und es danach trocken bleibt, ist der Leinsamen im Keimprozess schneller als die bereits vorhandenen Wildkräuter, die vorher vorbereitend maschinell entfernt wurden.

5 Hektar Leinsamen in 5 Stunden

Bis dorthin begleiten wir Albert. Er muss nämlich noch mehrere Stunden aussäen, bis die ganze Ackerfläche mit Leinsamen bedeckt ist. Die Drillmaschine legt die Samen in ca. 2 cm Tiefe in das Feld. Nach schon ca. 2 Wochen kann man bereits die kleinen Pflanzensprösslinge an der Oberfläche sehen. Albert meint jedoch, dass Leinsamen keine einfache Pflanze zum Anbau ist. Der Leinsamen ist sehr klein und benötigt einen sehr lockeren und feinen Boden, um idealen Zugang zum Wasser in der Erde zu haben. Der Boden sollte also nicht zu steinig und grob sein, da dort der kleine Leinsamen ohne Zugang zu Nährstoffen und Wasser verloren wäre. Zum Glück hat Albert jahrelange Erfahrung mit Lein-Anbau.

Hier seht ihr ein Video von Jannis und Albert im Sommer 2022 auf dem Leinsamenfeld, wo er mehr über die Pflanze Leinsamen und den Anbau teilt:

Albert als alter Hase im Leinsamenanbau

Der Anbau von Leinsamen ist Albert inzwischen sehr vertraut. Er ist einer der letzten in der Region, der tatsächlich überhaupt noch Lein anbaut. Die meisten Leinsamen, auch im Bio-Sektor, werden nämlich in China, Kanada und Kasachstan angebaut. Es gibt dort größere Flächen und ebenso größere Betriebe. Deswegen sind die Preise trotz Import günstiger als zum Beispiel Alberts Anbau, einfach aufgrund der schieren Menge. Albert ist dagegen ein sehr, sehr kleiner Bauer, jedoch für uns ein ganz wichtiger, denn er ist einer der letzten in der Region. Wir sind dankbar, dass er diese Arbeit macht und wir euch regionalen goldenen Leinsamen aus dem Weserbergland anbieten können.

3 Jahre Partnerschaft mit Albert

Seit 2020 sind wir fester Partner von Albert und seinem Gut Oelbergen im Auetal. Wir nehmen seine goldene und braune Leinsaat für die Produktion einiger Produkte und den goldenen Leinsamen für den Weiterverkauf. Im Sommer 2020 waren wir bereits auf seinem Hof zu Besuch, um uns die Blüte anzusehen. Schon dort haben wir in Albert nicht nur einen Bio-Landwirt für unser Projekt gefunden, sondern auch einen Freund und Gleichgesinnten. Sieh dir das Video von Alex Besuch bei Albert an.

Ein Blick in die Zukunft

Wir werden weiterhin goldenen Leinsamen anbieten und finden diese Pflanze aus verschiedenen Aspekten wichtig für unsere Ernährung. Albert wird den Betrieb in die Hände seiner Tochter legen, die wir auch schon kennenlernen durften. Auch sie plant den Bio-Anbau, den Albert aufgebaut hat, weiterzuführen. Albert hat ihr und auch Benni, der auch schon seit Jahren für Albert arbeitet, sein Wissen weitergegeben. AHO bleibt also gut versorgt mit Leinsamen aus der Region. 

AHO Produkte mit Leinsamen von Albert:

AHO Goldene Leinsamen

Hier bekommst du unseren Goldenen Leinsamen aus Alberts Bio-Anbau im Auetal, nur 20 Minuten von uns entfernt. Überzeuge dich selbst von der Qualität. Es gibt auch Kunden, die damit ihr eigenes Öl zu Hause herstellen. Sie berichten von perfekter Qualität ohne bittere Note. 

Zu den goldenen Leinsamen

AHO Cracker

In allen 3 Sorten AHO Cracker findest du Leinsamen aus Alberts Bio-Anbau. Besonders wertvoll sind die Leinsamen darin, weil sie frisch vermahlen sind und direkt im Teig eingearbeitet sind. Danach sind sie nur bei maximal 42°C gedörrt. Dadurch bekommst du unversehrte Omega-3-Fettsäuren bei jedem Biss AHO Cracker.

Zum AHO Cracker Probierpaket

AHO Essēner Rohkostbrot

Auch in unserem AHO Essēner Rohkostbrot findest du den Leinsamen von Alberts Hof. Der Unterschied zu den AHO Crackern ist die rechteckige Form und dass gekeimter Emmer und Buchweizen statt Urdinkel verwendet wird. Es gelten die gleichen Vorteile für die Leinsamen wie bei den AHO Crackern.

Zum AHO Essēner Rohkostbrot

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