Kohlenhydrate sind essenzielle Bestandteile unserer Ernährung und prägen unsere kulinarischen Erfahrungen. Ob Brot, Nudeln, Pizza, Kartoffeln oder Reis, Kohlenhydrate sind allgegenwärtig. In einer Welt, in der wir ständig von Trends und Diäten wie zum Beispiel “low carb” überflutet werden, stellt sich die Frage: Gibt es überhaupt gute Kohlenhydrate?
In diesem Beitrag erfährst du, warum nicht alle Kohlenhydrate gleich sind und wie hochwertige Kohlenhydrate aus gekeimtem Urgetreide einen Unterschied machen können.
1. Was sind Kohlenhydrate?
Kohlenhydrate gehören zu den drei Hauptnährstoffen neben Proteinen sowie Fetten und sind Energielieferanten. Sie bestehen aus Zuckermolekülen, die in einfache und komplexe Kohlenhydrate unterteilt werden können.
Kohlenhydrate sind nicht nur in klassischen Lebensmitteln wie Brot und Pasta enthalten, sondern auch in einer Vielzahl anderer Nahrungsmittel. Von Linsen über Rote Bete bis hin zu Kürbis und Quinoa. 2. Gibt es gute Kohlenhydrate?
In einer Welt, die von kohlenhydratreichen Grundnahrungsmitteln dominiert wird, stellen sich viele die Frage: Sollten wir bestimmte Kohlenhydrate meiden?
Die Diskussion über Kohlenhydrate dreht sich häufig um die Unterscheidung zwischen schnellen und langkettigen Kohlenhydraten. Menschen, die sich vollwertig ernähren, setzen oft auf langkettigen Kohlenhydrate, die beispielsweise in Vollkorngetreide enthalten sind.
2. Verzüchtetes Getreide

Getreide ist ein Grundnahrungsmittel in unserer Gesellschaft, aber das Problem liegt in der starken Züchtung des Getreides. Moderne Züchtung kann zu einer Verschiebung von Nährstoffen führen, was Auswirkungen auf die Qualität der Lebensmittel haben kann. Im Gegensatz zu den modernen, hochgezüchteten Getreidesorten, die oft auf hohe Erträge optimiert sind, enthält Urdinkel wie Oberkulmer Rotkorn kaum Weizeneinkreuzung.
Weitere Informationen findest du in unserem Beitrag Glutenfreie Ernährung: Sinnvoll oder nicht?
Aber warum hat dieses Getreide erst jetzt wieder an Popularität gewonnen? Die Antwort liegt in einem wachsenden Interesse an traditionellen und nachhaltigen Anbauweisen. Immer mehr Menschen setzen auf Qualität statt Quantität und suchen nach Alternativen zu den industriell verarbeiteten Lebensmitteln.
4. Gekeimtes Urgetreide

Jetzt kommt der Keimprozess ins Spiel. Der Keimprozess potenziert nicht nur die Enzymaktivität, sondern steigert auch den Gehalt an wichtigen Vitaminen wie B1.
Dies macht gekeimte Produkte zu einer ausgewogenen Energiequelle. Noch mehr erfährst du in dem Blogbeitrag “Wie das Stärke-Enzym Alpha-Amylase deinen Stoffwechsel beeinflusst”
Du interessierst dich für noch weitere Vorteile von gekeimtem Getreide und der Wissenschaft dahinter? “Ist gekeimtes Getreide wirklich besser? Vorteile, Nachteile und Beweise zum Keimen”
Außerdem reduzieren sich durch den Keimprozess die sogenannten FODMAPs.
5. Kombination von Kohlenhydraten
Nicht nur die Art der Kohlenhydrate beeinflusst den Blutzuckerspiegel, sondern auch die Kombination mit anderen Nährstoffen spielt eine entscheidende Rolle. Es ist nicht ratsam eine Monomahlzeit mit langkettigen Kohlenhydraten zu essen, da eine vollständige Mahlzeit aus mehreren Komponenten bestehen sollte. Wie sich einzelne Produkte auf den Blutzucker auswirken, hängt davon ab, was du zusammen mit diesen Produkten isst.
Betrachten wir beispielsweise Urdinkelsprossen-Pasta: Nach dem Abkühlen kann man kaltgepresstes Leinöl oder hochwertiges Olivenöl darüber geben. Dazu passen Gemüsesorten wie Kohlrabi, Mangold, Zwiebel und Süßkartoffel, kombiniert mit Tempeh oder Edamame.
6. Meine Favoriten an hochwertigen Kohlenhydraten
Mein persönlicher Favorit sind hochwertige Kohlenhydrate, insbesondere gekeimtes Getreide wie Urdinkelsprossen und gekeimtes Pseudogetreide wie Buchweizen. Hierbei bevorzuge ich die nicht verzüchteten Optionen, wie zum Beispiel Urdinkel.
Welche Kohlenhydratquelle bevorzugst du? Lass es mich in den Kommentaren wissen!
Liste für komplexe Kohlenhydrate

1. Süßkartoffel
4. Cracker
11. Gekeimter Reis
Es ist wichtig zu beachten, dass Ernährungsthemen oft von vielen Faktoren abhängen, einschließlich individueller Zustände und persönlicher Vorlieben. Es kann hilfreich sein, mit Ernährungsexperten oder Gesundheitsberatern zu sprechen, um die besten Entscheidungen für die individuelle Ernährung zu treffen.

